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  • Sozialknight

    Zu wenig Bandbreite? Mögliche Ursachen1!

    • Noch keine hilfreichste Antwort.
    Ich habe mal wieder Langeweile und so schreibe ich mir die Seele frei.
    Mir fällt immer wieder auf, dass die Leute über wenig Bandbreite klagen,
    danach aber keine Rückinfo mehr geben. Ich habe mir Gedanken gemacht,
    was passiert sein könnte!

    Ich hatte vor einigen Monden den neuesten Tor-Browser heruntergeladen.
    Die Downloadrate lag bei sagenhaften 64 kbit/s max., also einfache
    ISDN-Geschwindigkeit! Das lag nicht an der Telekom, sondern war einer
    völligen Überlastung des Tor-Servers geschuldet. Ich war wohl nur einer von
    sehr vielen, die die neueste Version herunterluden.

    Kurios ist nur, dass ich vor dem Download einen Geschwindigkeitstest
    machte und so um die 40 Mbit/s hatte.

    Während des Downloads (32 Minuten!) kam ich nur auf 1 Mbit/s auf
    speedtest.net. Danach kam ich wieder auf höhere, besagte Werte.
    Für Mobilfunk scheinen also andere Gesetze zu gelten als für Festnetz-
    und Kabelverbindungen!

    Eines noch, bevor ich es vergesse:
    Ich nutze mein Handy als WLAN-Hotspot.
    Ab einer Akku-Restlaufzeit von 5 % und drunter habe ich statt 4G ein
    H+ - Zeichen im Display. Mein Handy scheint also für 4G eine
    Mindeststromstärke zu brauchen! Da kann weder Congstar noch Telekom
    etwas für.
    Ach ja, auch das Smartphone selbst nutzt hier und da Updatemöglichkeiten
    und raubt entsprechend Bandbreite!

    Jetzt wende ich mich an alle Windows-Nutzer:

    Microsoft gibt an jedem 2. Dienstag (oder am Mittwoch danach, je nachdem,
    wann MS das Update zur Verfügung stellt (Zeitzonen!)) eines Monats ein
    kumulatives Update heraus, hin und wieder auch zusätzlich an anderen Tagen.
    Nun ist es so, dass dieses Update im Hintergrund heruntergeladen wird.
    Windows reserviert sich selbst für solcherlei Dinge 20 % der gesamten
    verfügbaren Bandbreite.

    Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen.
    Windows klaut nicht permanent die besagte Menge an Bandbreite, sondern
    nur während des z. B. Updatevorgangs. Das tut es mithilfe des QoS-Dienstes
    (Quality of Service). Das bedeutet, solltet Ihr während eines solchen Vorgangs
    eine Breitbandmessung machen, habt Ihr entsprechend weniger bis sehr wenig
    (siehe obiges Beispiel) Bandbreite.

    Ihr könnt nun diesen QoS – Dienst deaktivieren, das aber wiederum bedeutet, dass
    Windows sich die größtmögliche zur Verfügung stehende Breite greift, was eine
    Downloadmessung entsprechend schlechter aussehen lässt, hat aber den Vorteil,
    dass der Updatevorgang schneller von statten geht.

    Statt QoS mit regedit auszuschalten gibt es da eine Abkürzung:

    Wenn Ihr mit dem Internet verbunden seid, dann klickt unten rechts in der
    Taskleiste auf das Wlan-Symbol oder das rechteckige Netzwerk-Symbol mit der
    rechten Maustaste (je nachdem, wie Ihr mit dem Inet verbunden seid).

    Dann mit der linken Maustaste auf
    Netzwerk- und Interneteinstellungen“, hiernach auf
    Netzwerk- und Freigabecenter“.
    Hier klickt Ihr dann die entsprechende Verbindung (Ethernet oder Wlan)
    mit der rechten Maustaste an und dann auf
    Eigenschaften“.

    Hier könnt Ihr den QoS weghaken, es sei denn, Ihr seid mit mehreren Personen
    in einem Netzwerk miteinander verbunden.
    Warum es Sinn macht, QoS wegzuklicken:
    Nehmen wir an, Ihr surft mit realistischen 20 Mbit/s, dann sind das 8 Mbit/s,
    die Euch „geklaut“ werden. Ich hatte jüngst (endlich) ein Funktionsupdate
    erhalten mit einer Größe von ca. 4 GB.
    Bis diese 4 GB mit 8 Mbit/s heruntergeladen sind, können Stunden und je nach
    Surfverhalten Tage vergehen, bis es fertig geladen wurde.
    In all dieser Zeit habt Ihr weniger Speed und denkt natürlich, dass da was nicht
    stimmt oder die LTE - Zelle überlastet ist.
    Hinweis:
    QoS macht in einem echten MS-Netzwerk durchaus Sinn! Man kann diesen Dienst
    so konfigurieren, dass z. B. Streams priorisiert werden gegenüber anderen
    Internetvorgängen.

    Die Entscheidung liegt also bei Euch.

    Apps, die Breitband beanspruchen:
    Steam
    Wenn Ihr Steam standardmäßig installiert habt, dann wird Steam mit Windows zusammen gestartet. Selbst wenn Ihr kein Spiel herunterladet kann es passieren, dass Steam Bandbreite „klaut“, nämlich dann, wenn ein Spiel aktualisiert wird. Da der Dienst im Hintergrund läuft kriegt Ihr davon nichts mit.

    Wenn Ihr glaubt, dass da etwas im Hintergrund herunter lädt, dann drückt gleichzeitig auf
    Steuerung (STRG) Umschalt und Esc-Taste“, dann erscheint ein Fenster vom Taskmanager.
    Oder klassisch
    STRG Alt Entf“um dann den Taskmanager auszuwählen.

    Falls man nicht viel sieht, dann klickt auf
    Mehr Details“anschließend auf.
    Leistung“ und dann könnt Ihr sehen, ob Internetverkehr herrscht oder nicht.

    Torrent, genauer „µtorrent“ ist ein Problemfall!
    Auch wenn Ihr nichts seeded oder runterladet, wird Euer Inet verlangsamt.
    Einst als sehr schlanker Client sehr beliebt, ist es heute ein gefallener Engel.
    Es jubelt Euch bei einem Update ein Rootkit namens
    „Web Companion“ unter. Offiziel überwacht es Euren Internetverkehr und
    schützt Euch vor böswilligen Seiten. Das tut es , indem permanent die aufgerufenen
    Seiten analysiert werden und somit ständig Verbindung nach Hause aufnimmt.
    Ein ET also.
    Meine Empfehlung:
    qbittorrent.org/

    Ladet Euch das kostenlose Tool
    Adwcleaner“ herunter:

    de.malwarebytes.com/adwcleaner/

    Es benötigt keine Installation, aber eine Internetverbindung, um die Datenbank
    zu aktualisieren, ansonsten ist das Programm selbsterklärend.

    Dann möchte ich als letztes noch eine gute App empfehlen:

    oo-software.com/de/shutup10

    Ist für umme und schaltet alle ETs aus. Windows Puristen mögen mir verzeihen.
    Wenn Ihr Euch mit einem Fingerabdruck Scanner anmeldet, dann dürft Ihr die
    Biometrie nicht deaktivieren.

    So, mehr fällt mir nicht mehr ein, obwohl es sicherlich Apps gibt, die eine
    Internetverbindung im Hintergrund aufbauen.

    Ich kenne keine weiteren Apps, kann ja auch nicht alle kennen.
    Grundsätzlich ist zu empfehlen, Sharewaresoftware zu vermeiden, da die Euch
    solche Tools und andere Unanehmlichkeiten unterjubeln, wie Tool Bars und so.
    („Und so“ ist rhetorisch unschlagbar!)

    Ich entschuldige mich für so viel Text, sowie bei allen Experten! Aber nicht jeder
    von uns kam mit einem VC 20 samt Datasette zur Linken und einem Akustikkoppler
    zur Rechten zur Welt!

    Und wenn Ihr nicht mehr viel Datenvolumen habt, dann geht zu Ikea. Notebook vorausgesetzt.
    ;)