Ihr dürft halt nicht vergessen, dass Congstar ein Wirtschaftsunternehmen ist und es um Gewinne geht. Jedoch ist der gerade der Prepaid Sektor für keinen Anbieter sonderlich lukrativ.

    Alle Telekommunikationsanbieter sind Wirtschaftsunternehmen und in der Marktwirtschaft geht es immer um Gewinne ;) . Natürlich sind wiederkehrende, hohe und fixe Einnahmen für ein Unternehmen von Vorteil.


    Und trotzdem schaffen es andere Anbieter irgendwie auch mit besseren Angeboten im Prepaid-Bereich Gewinne zu erzielen. Kleinvieh macht in der Menge eben auch Mist ( = Gewinne). Ansonsten hätte wohl kein Telekommunikationsanbieter mehr Prepaid-Tarife im Angebot. Wohlfahrtsunternehmen sind die alle nicht.


    Und wenn man mal in andere europäischen Länder schaut, in denen unter anderem auch die Telekom tätig ist (wie eigentlich überall auf der Welt), kann mal auch mal die Prepaid-Tarife vergleichen:


    Beispiel:


    T-Mobile Deutschland
    Magenta Mobile Prepaid XL 3 GB Datenvolumen 24,95 Euro / Monat


    T-Mobile Österreich
    Magenta Mobile My Klax light 4 GB Datenvolumen 5 Euro / Monat (aktuell)
    Magenta Mobile My Klax extreme 20 GB Datenvolumen 10 Euro / Monat (aktuell)


    alle Tarife natürlich mit LTE inklusive und wie immer im besten Netz.


    In der Schweiz gibt es bei Salt für 24,95 CHF / Monat eine mobile, unlimitierte Highspeed-Internet-Flatrate für junge Leute unter 30 (Salt Smart Swiss Young) und für 29,95 CHF / Monat eine für die, die älter sind als 30 (Salt Smart Swiss).


    Das sind Tarife und Datenvolumen, da kann man in Deutschland nur von träumen.


    Aber wir haben hier ja auch keine echte Konkurrenz mehr. Es gibt nur noch 3 Anbieter: T-Mobile, O2 (Telefonica) und Vodafone. Der Rest sind Reseller wie z.B. die Discounter. Aber auch die machen bessere Angebote und Gewinne.


    Bezogen auf die Telekom:
    Falls man keinen Wert mehr auf Prepaid-Kunden legt, sollte man das entsprechend kommunizieren und das Angebot ganz einstellen, das wäre wenigstens ehrlich. Da habe ich auch kein Problem damit.


    Wenn man als Anbieter den Prepaid-Sektor lukrativ machen bzw. halten will, muß man es den Kunden einfach machen, Geld auszugeben (wie beim Congstar - Mix - System mittels App). Das macht man, indem man viele Optionen zum Dazubuchen anbietet, die für die Kunden interessant sind und nicht in dem man das Angebot zusammenstreicht. Auch Angebote wie unbegrenztes Music-Streaming, LTE etc. zum dazubuchen sollte man auch den Prepaid-Kunden und nicht exklusiv nur den Vertragskunden anbieten. Dann wird auch fleißig dazugebucht und Geld ausgegeben.


    ohneLTE und ich sind nicht aus dem Grund Prepaid-Kunden, weil wir für unseren Mobilfunk-Tarif kein Geld ausgeben wollen, sondern weil wir in unterschiedlichen Monaten stark wechselnde Anforderungen haben. Es gibt Monate da brauche ich viel Datenvolumen und buche auch mal für 13 Euro meinen Congstar-Mix (da kannst du nochmal einen Blick nach oben werfen, was man bei T-Mobile Österreich für das Geld bekommen würde) und es gibt Monate da reicht mir ein Datenvolumen für 2 bis 4 Euro.


    Bei einem Vertrag mit festem Tarif würde mir das Datenvolumen in einigen Monaten nicht reichen, in anderen wäre es ungenutzt und ich würde zu viel Geld für eine Leistung zahlen, die ich nicht nutze. Deswegen habe ich Prepaid. Und deswegen liebe ich den "Prepaid wie ich es will" - Tarif.


    Wie ohneLTE bereits oben geschrieben hatte:

    Mittlerweile haben sich fast 80€ Guthaben angesammelt bei einem Umsatz von höchstens(!) 1-2€ im Jahr.
    Aber was soll man machen........

    So ging es mir als Prepaid-Kunde bei der Telekom. Am Ende gab es keine Optionen mehr zum dazubuchen und damit auch keine Möglichkeit mehr für mich Geld auszugeben. Das Guthaben ist aufgelaufen. Die Telekom will mein Geld ja gar nicht haben. Dann brauchen sie sich auch nicht über fehlende Gewinne bei Prepaid zu beklagen.



    Wer den Tarif nicht wechselt, der wird seine Messaging Option auch in Zukunft behalten.

    Hoffen wir mal.



    Auch hier muss gesehen werden, dass das kein Geld bringt. Für den Kunden ist der Wegfall schlecht, doch aus wirtschaftlicher Sicht bringt sie kein Geld.


    Das stimmt so natürlich nicht. Auch wenn die Messaging-Option kostenlos dazugebucht werden kann, bringt sie Congstar indirekt natürlich schon Geld. Die Marketingexperten bei Congstar hätten sie sonst auch nicht eingeführt. Die sind ja nicht blöd.


    Die Messaging-Option ist ein Alleinstellungsmerkmal von Congstar das kein anderer Anbieter hat. Für viele Kunden (siehe auch Kommentare von Riderisi und ohneLTE) ist sie ein wichtiges und interessantes Feature und einer der Gründe das sie Congstar als Provider gewählt haben und ihr Geld Congstar und nicht irgendeinem anderen Provider geben. Natürlich bringt diese Option Congstar dadurch Geld.


    Und wenn du die Messaging-Option tatsächlich mal im Alltag getestet hättest, wüsstest du, daß man damit nicht wirklich viel anfangen kann.


    Selbst meine Wetter-App, die nur eine winzige Menge Daten abruft, nämlich die aktuellen Wetter-Daten und die der nächsten Tage (Temperatur, Luftdruck etc.) bricht mit einer Timeout-Fehlermeldung ab, weil sie es nicht schafft, die Daten innerhalb der vorgegeben Zeit abzurufen (ca. 2 - 3 Minuten), da die Datenrate der Messaging-Option so unsäglich langsam ist. Fast alle anderen Apps laufen auch nicht bzw. sind praktisch unbenutzbar.


    Aber die Messaging-Option reicht immerhin aus, um wichtige E-Mails (nur Text) oder Textnachrichten per WhatsApp und Co. abzurufen (aber natürlich ohne Bilder, Filme, Sprachnachrichten, etc.), bis man wieder eine vernünftige Datenoption dazubuchen kann.


    Niemand, aber wirklich niemand, bucht nur die Messaging-Option und surft den ganzen Monat damit wie wild im Internet. Das funktioniert einfach gar nicht. Die meisten Apps laufen nicht und brechen mit Timeout ab. Congstar verliert dabei kein Geld.


    Ferner wird bald viel Geld für 5G benötigt.

    Aber weitaus weniger als ursprünglich von den Providern veranschlagt bzw. von der Bundesregierung erhofft. Bisher sind nur Gebote über rund 2,35 Milliarden Euro eingegangen. Erwartet wurden rund 3 Milliarden. Daher sind die Aktienkurse der Telkos und natürlich auch von der Telekom wieder angestiegen (bis zu 5%).


    Quelle: https://www.spiegel.de/netzwel…g-geld-ein-a-1261009.html


    LTE wird es auch für Prepaid Kunden geben. Wenn die 3G Lizenzen 2020 auslaufen, dann wird man hier reagieren müssen.

    Das ist auch noch nicht sicher:


    Der Pressesprecher Markus Jodl von der Telekom hat auf eine Anfrage von heise online erklärt:


    "Die in die AGB aufgenommenen Änderungen bedeuten nicht, dass das 3G-Netz tatsächlich Ende 2020 abgeschaltet wird." Eine solche Entscheidung sei bislang nicht getroffen worden und es gebe derzeit auch keinen entsprechenden Beschluss."


    Quelle: https://www.heise.de/newsticke…-Abschaltung-3606384.html


    Nichts genaues weiß man also nicht.


    Man sollte auch nicht vergessen, dass die Telekom schon immer bei Congstar mitgemischt hat. Die Juristische Änderung tut da nichts zur Sache.

    Dann hoffen wir mal alle, das du Recht behältst.


    Grüße zurück.

    Warum auch nicht?
    Das sollte aber selbstverständlich sein, und ist es zum Glück ja auch!
    Ein Forum, in dem man nicht seine Meinung sagen kann ist kein Forum.

    Das stimmt natürlich. Allerdings sieht das leider nicht jeder Forenbetreiber so :( .


    Außerdem tut mir Mario J., der Threadersteller vom Congstar Support Team, leid.
    Er hat die Aufgabe den neuen Congstar Tarif für seinen Arbeitgeber bestmöglichst darzustellen und dann kommen wir "Trolle" ;) und schreiben diesen schlecht.


    Ich konnte den Ursprungsbeitrag allerdings auch nicht einfach so völlig unkommentiert dastehen lassen.


    Nachdem ich die ersten Berichte über den neuen Tarif gelesen hatte, habe ich mich als Bestandskunde zuerst gefreut und wollte unbedingt wechseln. Bis ich dann über die Nachteile wie fehlende Messaging-Option, fehlender Datenturbo, 28 Tage Abrechnungszeitraum statt 30 Tage, weniger Auswahl bei Sprach-/ SMS-Optionen etc. gelesen hatte. Dinge die für die anderen Bestandskunden vielleicht auch wichtig sind und über deren Wegfall sie wissen sollten, bevor sie sich für den Wechsel in den neuen Tarif oder Dagegen entscheiden.



    OK.


    Danke für die Information. Da bin ich fälschlicherweise von meinem Bekanntenkreis ausgegangen. Die scheinen alle bei demselben Netzbetreiber bzw. bei einem seiner Reseller zu sein. :)



    Unsere Herrschaften scheinen wirklich zu glauben, dass wir durch Hinterherdümpeln die Weltspitze erreichen werden. Nicht nur im Mobilfunk!


    Da könnte man, so glaube ich, viele Threads über die unterschiedlichsten Themen anfangen und endlos schreiben ... ;)
    Das lassen wir jedoch besser, sonst hört der Thread hier nie auf ;) .



    Mir tut Congstar ebenfalls wirklich leid!


    Als ich die Mitteilung gelesen hatte, daß die Telekom das Ruder bei Congstar übernimmt, schwante mir ehrlich gesagt nichts Gutes. Denn ich bin eigentlich sehr gerne Kunde bei Congstar. Bis auf das fehlende LTE bin ich auch wirklich zu 100% zufrieden. Der Tarif "Prepaid wie ich es will" mit dem Mix und inklusive Messenging-Option ist deutschlandweit einmalig und ein absolutes Alleinstellungsmerkmal.


    Übersichtlich und fair. Ohne versteckte Hintertüren, einfach ehrlich.


    Besser hätte ich es nicht beschreiben können. Und vor allen Dingen super anpassbar an den aktuellen Bedarf, der bei mir, wie auch anscheinend bei dir, stark schwankt. Das Einstellen des Mixes für den Monat per Regler in der App oder auf der Congstar-Seite ist super.


    Ich habe Monate, in denen ich an fast allen Orten, an denen ich mich aufhalte, WLAN benutzen kann. Da brauch ich nur relativ wenig das mobile Internet und damit auch kein großes Datenvolumen. An anderen Monaten brauche ich aber auch mal sehr viel, da ich sehr viel unterwegs bin.


    Einmal war mein Festnetz-Internet mehrere Tage lang aufgrund eines Kabelbruchs durch Bauarbeiten nicht mehr verfügbar.


    Dank dem Mix-System (den Regler auf höchstes Datenvolumen und zusätzliche Verdopplung des Volumens und der Geschwindigkeit durch zubuchen der Datenturbo - Option) und meinem Smartphone als Access-Point für das Internet konnte ich super auch auf meinem Laptop und Desktop-Rechner zu Hause arbeiten. Das hat mir damals ziemlich geholfen.


    Mittlerweile haben sich fast 80€ Guthaben angesammelt bei einem Umsatz von höchstens(!) 1-2€ im Jahr.
    Aber was soll man machen........

    So ging es mir bei der Telekom.


    Die haben bei ihren Günstig-Prepaid-Tarifen sämtliche Optionen und auch Datenoptionen (bis auf die tolle 25 MB -Dayflat) nach und nach aus dem Tarif herausgenommen. Am Ende konnte man gar nichts mehr dazubuchen und der Tarif war nur noch zum Telefonieren und für SMS geeignet und für mobiles Internet absolut unbrauchbar (trotz LTE).


    Das ist eine Möglichkeit auf eine "freundliche Art" den Kunden, die einem nicht genug zum Umsatz beitragen, zu zeigen, daß sie nicht mehr länger erwünscht sind. Man könnte bösartig auch sagen, eine Möglichkeit die Kunden rauszuekeln.


    Die Telekom hat klar gemacht, daß sie kein Geld mehr mit Prepaid-Kunden verdienen will. Das Einzige was die Telekom noch interessiert, sind Vertragskunden die jeden Monat viel Geld für ihren Mobilfunktarif bezahlen.


    Es gibt bei der Telekom auch kein echtes Prepaid mehr, nur noch "Prepaid-Verträge" mit monatlicher Grundgebühr, die sich von Laufzeit-Verträgen nur noch durch die Kündigungsfrist unterscheiden. Der günstigste "Prepaid"-Tarif kostet 2,95 Euro / Monat. Mit dem kann man praktisch gar nichts anfangen, außer zu telefonieren und SMS. Der nächste "Prepaid-Tarif" kostet schon 9,95 Euro pro Monat, aber erst der 14,95 Prepaid-Tarif fängt an einigermaßen brauchbar zu sein.


    Ich hoffe nicht, daß sie demnächst bei Congstar anfangen, die Tarifstruktur entsprechend umzustellen ... ;(


    Bei Congstar habe ich auch schon Monate gehabt, in denen ich 13 Euro für den "Prepaid wie ich es will"-Tarif bezahlt habe. Dafür habe ich aber auch eine ganze Menge an Leistung bekommen.


    Es ist wirklich Schade um Congstar und seine netten und tüchtigen Mitarbeiter hier im Forum!
    Die Herrschaften in der obersten Etage ruinieren Congstar. Aber das werden sie erst begreifen, wenn es zu spät ist1

    Nachdem ich die Ankündigung gelesen hatte, daß die Telekom jetzt bei Constar mitmischen will, habe ich schon ein schlechtes Gefühl bekommen.


    Denn das klingt stark danach, daß sie Ressourcen bündeln / einsparen und Congstar "profitabler" machen wollen.


    Das bedeutet hoffentlich keine Entlassungen der sehr netten Congstar-Mitarbeiter und für uns Kunden in Zukunft immer schlechtere Tarife. Das Ganze geht dann so lange, bis auch der letzte Congstar-Kunde zum Discounter gewechselt ist und sie den Laden dann wirklich dichtmachen können. Damit hätten sie auch die Konkurrenz aus dem eigenen Haus nicht mehr.


    Mal abwarten wie sich die Sache weiter entwickelt.


    Ich bleibe Congstar auf jeden Fall erstmal treu. Zumindest so lange ich noch genug UMTS - Funkzellen auf meinen Wegen finde, mit denen ich unterwegs Empfang habe und solange ich den alten Tarif mit all seinen Features noch weiter nutzen kann.


    Allerdings halte ich mittlerweile auch die Augen nach Alternativen offen, falls die Telekom demnächst der Ansicht ist, daß die "Prepaid wie ich es will" - Kunden nicht genug zum Konzerngewinn beitragen und dann doch bitte besser gehen sollen ...

    "Jetzt sind wir seit April als Congstarkunden alle Telekomkunden. Gleiches Recht für Alle."



    Die erste Anpassung ist doch schon bereits passiert:


    Der "Buchungsmonat" für einen Mix hat nicht mehr die Congstar üblichen 30 Tage, sondern die Telekom üblichen 28 Tage. Willkommen bei der Telekom ;)


    Demnächst wird vielleicht auch noch der Prepaid-Tarif ("Wie ich es will") mit null Euro Grundgebühr pro Monat wegfallen, da er zu wenig Gewinn erzeugt und durch einen "kostengünstigen" CongstarMobil Prepaid S für super günstige 2,95 Euro pro Monat ersetzt.


    Dieser bietet dann praktisch keine Leistung mehr an als der bisherige Tarif. Und natürlich auch keine einzige Leistung die man nicht auch bei allen anderen Prepaid-Anbietern kostenlos inklusive zum Vertrag dazu erhält (Spezialanwendungen wie beispielsweise telefonieren, sms für 9 ct/Minute usw.) und für den man als einzigen möglichen mobilen Internet-Tarif die Dayflat für kostengünstige 1,49 € zur Auswahl hat (bei Congstar wäre die dann natürlich ohne LTE) ... :(



    So geschehen bei T-Mobile:


    MagentaMobil Prepaid S für 2,95 Euro / Monat nur mit Dayflat als einzigen mobilen Internet-Tarif zubuchbar


    ersetzt ehemals Xtra-Klick mit 0 Euro / Monat inklusive zahlreicher Optionen für mobiles Internet zum einfachen dazubuchen.


    Normalerweise werden bei zunehmenden technischem Fortschritt die bestehenden Technologien immer günstiger, Mobilfunk scheint da die große Ausnahme zu sein ...

    Hallo. Erstmal ein sehr großes Lob an die Moderation daß sie auch kritische Kommentare zulässt.


    :)


    Ich gebe dir vollkommen Recht, daß LTE grundsätzlich zum Mobilfunkvertrag dazu gehören sollte. LTE ist mittlerweile bei jedem Prepaidanbieter in Deutschland inklusive (auch bei den Discountern) und weltweit sogar in den meisten Schwellen- und Entwicklungsländern Standard :( .


    Das die Telekom die Ansicht vertritt, daß LTE ein "Premium-Feature" ist, das nur ihren eigenen "Premium-Kunden" mit entsprechend teureren Tarifen zusteht, halte ich auch für einen großen Fehler. Wahrscheinlich bekommt Congstar nachdem in der Zukunft dann das 5G-Netz in Deutschland komplett ausgebaut ist, dann "großzügigerweise" das 4G-(LTE)-Netz überlassen. :)


    Mir ging es in meinem Post in erster Linie darum, darzulegen, daß man selbst beim Congstar 3G-Netz (UMTS) mit dem neuen Tarif nur noch halbe maximale UMTS-Geschwindigkeit (im Vergleich zum alten Tarif) bekommen kann und man gleichzeitig aber immer noch kein LTE oder irgendeine andere Möglichkeit, eine höhere Geschwindigkeit dazu buchen zu können, dazu bekommt.


    D.h. die maximale "Höchstgeschwindigkeit" die man buchen kann, wird in Zukunft selbst bei Congstar 3G-(UMTS) nochmal halbiert und damit nochmal unattraktiver. Von LTE ganz zu schweigen. Man fragt sich welche Marketingexperten die für die Tarifgestaltung zuständig sind, dies für eine gute Idee gehalten haben.


    Aber selbst, wenn LTE im Basistarif nicht dabei sein soll, damit sich die Telekom als "Premiummarke" mit LTE inklusive profilieren kann, so sollte es bei der Tochter Congstar zumindest möglich sein, LTE dazubuchen zu können.


    Aber noch nicht einmal das ist möglich ... :(

    Die News lesen sich auf den ersten Blick erst einmal sehr gut.


    Was jedoch leider verschwiegen wird ist, dass es auch eine ganze Reihe an Verschlechterungen gegenüber dem alten Tarifmodell gibt:


    - alle neuen Optionen haben nur noch eine verkürzte Laufzeit von 28 Tagen. Im alten bzw. noch aktuellen Tarif haben sie eine Laufzeit von 30 Tagen. Dadurch fällt bei einem durchgängig gebuchten Mix pro Jahr eine Buchung mehr an, was eine Kostenerhöhung durch die Hintertür darstellt. Das hat die Muttergesellschaft (Telekom) bereits bei sich selbst im Zuge der Umstellung ihrer Xtra-Tarife auf die neueren Magenta-Prepaid-Tarife gemacht. Jetzt macht sie das Gleiche also auch bei ihrer Tochtergesellschaft Congstar.


    - die Messaging-Option fällt komplett weg -> eine ziemliche Einschränkung im Vergleich zum alten Tarif. Die Messaging-Option war für mich zur Überbrückung bis zur nächsten Aufladung schon sehr attraktiv. So konnte man zumindest noch E-Mails abrufen und Messages erhalten bis man wieder aufgeladen hatte. Die einzige spontane Buchungsoption für mobiles Internet ohne vorgebuchten Mix ist dann nur noch die Surf-Tagesflat und diese ist mit 25 MByte bei einer maximalen Geschwindigkeit von gerade mal 7,2 MBit/s auch nicht unbedingt attraktiv.


    - die 3G (UMTS) - Geschwindigkeit wird zwar minimal von aktuell 21 MBit/s auf 25 MBit/s erhöht, allerdings fallen die im alten Tarif vorhandenen Optionen zum dazubuchen des Datenturbos (doppelte Geschwindigkeit = 42 MBit/s und doppeltes Datenvolumen) im neuen Tarif komplett weg. Auch ein Feature was ich oft genutzt habe.


    Da man leider keine LTE-Zusatzoption in den Prepaid-Tarifen dazubuchen kann und es keine anderen Optionen gibt, eine höhere Geschwindigkeit zu bekommen, wird die maximal mögliche Geschwindigkeit, die man bei den Prepaid-Tarifen haben kann, damit in Zukunft praktisch halbiert.


    Zusätzlich werden immer mehr UMTS (3G) - Funkzellen im Zuge des Netzausbaus für LTE (4G) (und demnächst 5G) ersetzt und fallen weg. Auf dem Land schreitet der 4G-Ausbau voran und 3G wird übersprungen. So wird man als Congstar-Kunde in Zukunft immer mehr Schwierigkeiten bekommen überall überhaupt noch "Highspeed-Internet"-Verbindungen (UMTS) zu bekommen und immer öfter auf das uralte 2G-Netz (mit ISDN bzw. Modemgeschwindigkeit) zurückfallen. Mit 2G-Verbindungen braucht man dann eigentlich auch kein Smartphone und auch keinen Datentarif mehr ...


    Wenn die Telekom ihre Tochterfirma Congstar aus Kannibalisierungangst in den Abgrund treiben will, ist sie also auf dem besten Weg dahin.


    - durch den Wegfall des Datenturbos mit doppeltem Datenvolumen halbieren sich auch die Auswahlmöglichkeiten für das Datenvolumen (früher 100 MB (200 MB Turbo), 400 MB (800 MB Turbo), 1000 MB (2000 MB Turbo)


    - bei den Inklusiveinheiten für Telefonie und SMS gibt es nur noch jeweils zwei statt bisher vier Optionen. Auch wenn es jetzt zumindest Flatrates für Telefonie und SMS gibt, ist die Anzahl an Auswahlmöglichkeiten damit auch wieder halbiert worden


    - um die Flatrate-Optionen für Telefonie und SMS überhaupt buchen zu können, muss zusätzlich eine beliebige Datenflatrate dazugebucht werden, aktuell sind die Optionen für Telefonie, SMS und Datenflatrate voneinander unabhängig



    Alles in allem ist der neue Tarif daher für uns Kunden eher eine Verschlechterung anstatt einer Verbesserung. Man merkt leider den zunehmenden Einfluss der Muttergesellschaft Telekom bei der Tarifgestaltung.


    Nachdem mir die Telekom mit ihrer Umstellung von den Xtra-Tarifen auf die Magenta-Prepaid-Tarife (die eigentlich schon kein "echtes" Prepaid mehr darstellen) gezeigt hat, dass sie eigentlich nur noch Vertragskunden haben möchte und anscheinend auf die zu wenig zum Konzerngewinn beitragenden Prepaid-Kunden keinen Wert mehr legt, bin ich zu Congstar gewechselt um weiterhin im "besten aller Netze" unterwegs sein zu können mit echten Prepaid-Tarifen die attraktiv und ihr Geld wert sind.


    Ich bin seit 3 Jahren hoch zufriedener Congstar-Bestandskunde und will es auch in Zukunft weiter bleiben. Ich hoffe, daß ich bei meinem alten Prepaid-Tarif "Wie ich es will" mit den alten Konditionen bleiben kann. Darüberhinaus hoffe ich, dass zukünftige Tarifangebote echte Verbesserungen und nicht Verschlechterungen für uns Kunden darstellen und dass die Telekom nicht jetzt auch bei Congstar anfangen will, ihre Prepaid-Kunden zu vertreiben um sie den Discountern zu überlassen.


    LTE muss in irgendeiner Form in der Zukunft als Option bei Congstar auch in den Prepaid-Tarifen möglich sein, bei allen anderen Prepaid-Anbietern ist es dabei, sonst wird ein Wechsel irgendwann für alle Kunden die ein Smartphone besitzen unausweichlich sein. Ich hoffe die Muttergesellschaft (Telekom) wird dies irgendwann mal begreifen ...