Hintergrund:
    Die Deutsche Telekom zensiert in ihrem Mobilfunknetz Sprachtelefonie über Internet. Zur Feststellung von Sprachtelefonie wird der Datenverkehr über DPI abgehört.


    Beweis:
    Versucht, ohne VPN über Skype, SIP oder ähnliches zu telefonieren, nach wenigen Sekunden stört die Telekom mutwillig die Verbindung, die Datenrate geht gegen null. Dies wurde in diesem Forum schon öfters besprochen.


    Hauptkritikpunkte sind nach wie vor:
    - Ich habe keinen Auftrag zum Abhören und Stören meines Datenverkehrs erteilt. Ich möchte folgerichtig auch nicht, daß dies geschieht.
    - Ich habe für ein klar definiertes Produkt, nämlich n MB an Datenvolumen ohne Zweckbindung im Mobilfunknetz bezahlt. Diese Leistung möchte ich auch erbracht sehen.



    Diese Praxis wurde heute durch das EU-Parlament als rechtswidrig bestätigt.


    Meine Anregung:
    Die Telekom (der Vorleister von Congstar) möge dieser Entscheidung jetzt schnellsmöglichst entsprechen und sämtlichen Datenverkehr der Kunden diskriminierungsfrei weiterliefern.


    Vielen Dank!



    Mitschreiber: Ich bitte, keine Debatte über den Wert von IP-Paketen zu konstruieren. Danke!

    Wieder falsch:


    - Hier wird keine Dienstleistung angeboten, sondern eine andere aktiv sabotiert. Wie kann das Unterlassen einer vorsätzlichen und unnötigen Behinderung eine kostenrelevante Dienstleistung sein? Nein, hier möchte jemand mit zweifelhaften Mitteln sein Geschäftsmodell schützen. Im Prinzip sehe ich daran nichts schlimmes, die verwendeten Mittel (Deep Packet Inspection und Interception) sind aber die gleichen, die woanders auf der Welt (Syrien, Iran,China, vieleicht bald auch Türkei) Leib und Leben von Menschen gefährden können. Du siehst, die Kosten sind mir egal, zumal ich (abgesehen von einem Stapel Wegwerf-Prepaidkarten) nicht einmal Kunde von Congstar bin. Ich mache mir schlicht Sorgen.


    - Voice over IP ist "nicht Bestandteil des Vertrages", folglich liegt keine Vertragsverletzung vor, wenn ich dieses trotzdem nutze. Ich will denjenigen sehen, welcher daraus eine kündigungsbewährte Vertragsverletzung konstruiert.


    Ferner ist die Behauptung über mich unzutreffend, da:
    Mich persönlich betrifft die Zensurmaßnahme nicht. Im deutschen Netz bin ich schon seit 5 Jahren grundsätzlich mit einem VPN unterwegs, da mein eMail- und Telefoniedienstleister schlicht aus dem Ausland nicht anders erreichbar ist. Ich kann sogar noch Skype nutzen, wenn meine Übertragungsgeschwindigkeit gedrosselt ist, auch meine IP-Telefonie mit iLBC stört sich nicht an 64kbit/s.
    Auch Abhörmaßnahmen im deutschen Netz sehen von mir nur einen unleserlichen IPSec-Strom. Du siehst, mir könnte es egal sein.


    Ich störe mich an etwas Wichtigerem: Ich lebe zwar nicht mehr in Deutschland, finde das Thema aber besonders in Hinblick auf die beiden Überwachungsstaaten, welche in den letzten 100 Jahren auf deutschem Boden bestanden, delikat und weise gerne darauf hin. Um auch das Latinum zu drechseln: "Principiis obsta."


    Damit abschließend:
    - Wir beide kommen nicht auf einen gemeinsamen Standpunkt. Das ist nicht weiter schlimm, jeder hat das Recht auf seine Meinung.


    - Mir ist es wichtig, bei dem letzten deutschen Netzbetreiber, welcher noch die Netzneutralität verletzt, regelmäßig auf diesen Mißstand aufmerksam zu machen und hoffentlich so viele Nutzer wie möglich aufzufordern, sich über das Thema der Netzneutralität zu informieren.


    Dem ist damit genüge getan, folgerichtig klinke ich mich hier aus.
    Ich hoffe, auch alle Mitleser waren gut unterhalten und das Popcorn war wohlschmeckend. :)

    Ich stimme mit der Argumentation nicht überein, da:


    1) AGBs sind keine Konstante. Ich weise auf eine Unschönheit hin und rege an, diese zu ändern. Verweis auf den Status Quo bei Kritik an demselben ist keine Argumentation.


    2) Wir reden von Zensur und Abhörmaßnahmen. Jemand hört meinen Datenverkehr ab und entscheidet, welche Information lesenswert ist und welche nicht. Egal ob aus unternehmerischen oder politischen Gründen, habe ich kein Verständnis dafür.


    3) Den Wunsch nach Erbringung einer bezahlten Leistung als Kostenloskultur-Gekeife zu betiteln, bezeichne ich, mit Verlaub, als rhetorisch ungeschickt. Ich möchte keine Zusatzleistung, sondern verlange daß der Netzbetreiber Mehraufwand, der nur zum aktiven Sabotieren meiner Kommunikation dient, nicht betreibt.


    4) Es ist nicht mit Verlangen nach Abstellung der Drosselung zu vergleichen. Wenn ich mehr Datenverkehr benötige, buche ich diesen dazu und bezahle ihn, möchte aber auch daß die Telekom die bezahlte Leistung erbringt. Daher ist der Vergleich völlig unzutreffend.


    5) "Nicht Bestandteil der Verträge" ist etwas mißverständlich, wie wäre es mit: "Wir behindern aktiv die Dienste x,y,z."


    6) Ich bin nicht von der "technischen Maßnahme " (welch schrecklicher Euphemismus) betroffen, daher bitte keine Geizdebatte.


    Meine persönliche Meinung:
    Was mich betrifft, bin ich schockiert daß es eine derartige Gleichgültigkeit gegenüber diesem Thema gibt, einige Leute eine offensichtliche Zensur befürworten und nur mit "ist eben so" und "kannst ja gehen" und "bist wohl zu geizig" argumentieren. Es ist folglich gelungen, in einigen Köpfen Bestreben nach Zensurfreiheit mit Geiz gleichzusetzen. Es beängstigt mich, daß dies so einfach möglich ist.

    Wolle63:
    Leider bist Du es, der einem Irrtum unterliegt:


    - Daß die Deutsche Telekom Vorleister ist, ist mir bekannt, ich komme selbst aus der Branche. Trotzdem bin ich Kunde bei Congstar, somit ist die Congstar GmbH mein Ansprechpartner. Oder sprichst Du mit Siemens oder Huawei, wenn das Mobilfunknetz Probleme macht?
    - Freigabe von VoIP verursacht keine Kosten, ganz im Gegenteil: Die Zensurinfrastruktur kostet Geld!


    Weitere Aussagen in Deinem Posting hast Du nicht begründet oder belegt, somit gelten sie als nicht erfolgt.
    Deine Argumentation ist somit hinfällig.


    Ferner:
    Wenn Vergleiche hinken oder wie in Deinem Falle völlig unzutreffend sind und Du dies selbst schon erkannt hast, laß sie doch einfach. So trägst Du nichts zur Diskussion bei. Ich äußere im Rahmen dieses Vorschlages auch keinen Vergleich mit der menschenfeindlichen Great Firewall of China oder der geplanten Infrastruktur in der Türkei, obgleich es sich dort um die gleiche Technologie handelt.


    Daher nach wie vor:
    Ich bezahle für meinen Traffic und möchte selbst entscheiden, wie ich ihn nutze.

    Ich möchte anregen, eine Festnetzrufnummer als Option anzubieten, ähnlich der "Telekom Mobilfunk Festnetznummer" oder dem innovativen bundesweiten Modell der türkisen und quadratischen Marktbegleiter aus Düsseldorf.


    Ich wäre bereit, dafür eine monatliche Grundgebühr mit einer Skalierung abhängig von dem Vorhandensein einer Festnetzflatrate zu bezahlen.

    Problem:
    Congstar blockiert nachweislich Voice over IP - Dienste, indem es die Geschwindigkeit während der Verbindung auf ein Niveau drosselt, welches den Dienst unbrauchbar macht.


    Beleg:
    Kann jederzeit auf Nachfrage erbracht werden, genauso wie der Beweis der theoretischen Machbarkeit durch Überlistung der Zensur-Infrastruktur.


    Thesen:
    - Ein VoIP-Telefonat stellt nicht unbedingt eine Konkurrenz zu der Sprachtelefonie dar. Die VoIP-Gespräche, die ich führe, wären beispielsweise im Rahmen der angebotenen Telekom-Auslandssprachdienstleistung aus wirtschaftlichen Gründen nie zustande gekommen.
    - Mit einer Bandbreite von 8kb/s bis max. 100kb/s verbraucht ein VoIP-Telefonat weniger Bandbreite als ein Youtube-Video, welches nicht blockiert wird.
    - Es steigert die Kundenzufriendenheit, wenn das Telefon einfach mehr kann und die Welt ein wenig kleiner wird.
    - Congstar hat viele junge Nutzer mit tendenziell mehr Kontakten im Ausland (z.B. Auslandssemester)


    Schlußfolgerung:
    Die Drosselung ist abzustellen.
    Mister Congstar : Tear down this wall!


    Liebe Congstar-Kunden: Ich freue mich über jede Unterstützung durch Antwort in diesem Thread.


    Moderator Andreas M. Edit: Titel wurde geändert, damit das Problem angemessen beschrieben ist.

    Ich habe ebenfalls auf die FullFlat aufgerüstet, eine MultiSIM (wie bei der Konzernmutter) zum Betrieb meines Notebooks mit UMTS-Unterstützung würde das Angebot noch abrunden.


    So wie es ist, würde ich die Congstar Flat sofort kündigen, wenn ein Anbieter im D1 oder D2-Netz für max. 35.EUR das gleiche Produkt mit einer multiSIM anbietet.


    Wie wäre es denn mit folgendem, um die technische Infrastruktur nicht zu stark zu ändern:
    - FullFlat-Kunden können eine zweite SIM mit 1GB Freivolumen zum Vorzugspreis von 5 EUR/Monat buchen. Das wäre schnell umsetzbar und würde die Datennutzer (Businessnutzer mit Notebooks oder Consumer mit Tablet-PCs) zufriedenstellen.


    Zum 2.Sprachgerät:
    - Mein Firmenwagen spricht Bluetooth, ich denke daß Bluetooth (evl. mit Sim Remote Access) es machen wird
    - Für das "Sporttelefon" tuts eine Congstar Prepaid und die kostenlose Rufumleitung bei der FullFlat.


    Sprich: Congstar könnte zumindest FullFlat-Kunden schmerzfrei ein "Rundum-Sorglos Update" bereitstellen. Her damit!

    Ich habe eine Anregung für die Netzabeckungskarte:


    Die Karte sollte, so wie bei E-Plus (sie nutzen GIS ev/Infra), die Senderstandorte anzeigen. So läßt sich, abseits der optimistischen Prognose bereits abschätzen, wie gut die Versorgung sein wird. Bei E-Plus weiß ich, daß ich mir bei einer 10km entfernten DCS1800-BSC keine Hoffnungen auf Indoorversorgung in gut abgeschirmten Gebäuden machen muß..