Der Speedport LTE 2 ist ein sehr altes Gerät, das nicht alle aktuell von der Telekom genutzten Frequenzen nutzen kann. Solltest Du bislang 3G genutzt haben: 3G wurde vor Kurzem abgeschaltet und teils zu LTE-2100, teils zu 5G umgewifmet. In Teilen des Landes wurde dafür LTE-1800 abgeschaltet. Mit LTE-2100 kann der Speedport aber nichts anfangen. Es wird einfach Zeit für einen neuen LTE-Router.

    Dann ist das Netz bei Dir hoffnungslos überlastet. Du kannst nur versuchen, ob Du draußen auf dem Fensterbrett einen anderen Sender findest. Teste alle verfügbaren Richtungen. Bringt das was, kommst Du um eine Richtantenne nicht herum.

    Es geht nicht darum, was der Router schafft, wenn er in eine völlig leere Zelle eingebucht ist, sondern was er unter Realbedingungen schafft. LTE ist ein Shared Medium, das heißt, alke Nutzer, die in dieselbe Zelle eingebucht sind, teilen sich deren Kapazität. WIE sie sich die Kapazität teilen, hängt vom Gerät ab. Die meisten Sender der Telekom senden mittlerweile auf mehreren Frequenzen, die zudem unterschiedliche Gesamtbandbreiten haben. Auf 800 MHz 75 MBit/s, auf 900 MHz 37 MBit/s, auf 1800/2100/2600 MHz 150 MBit/s. Die Cat. 4 Router buchen sich meist in die Frequenzen mit dem höchsten Pegel ein. Das sind fast immer die niedrigen Frequenzen, die eine geringe Gesamtbandbreite hsben. Neuere Geräte benutzen 2 oder mehr Frequenzen gleichzeitig nutzen können, verwenden dann mehrere Frequenzen zur selben Zeit, weshalb sich die Downloadraten addieren. Wenn 10 Nutzer zur selben Zeit einen Stream zu laufen haben, bleiben bei LTE-800 pro Nutzer nur 7 MBit/s übrig, weit unter den maximal 50 Mbit/s. Dieselbe Konfiguration mit einem Cat. 6 Gerät ermöglicht 22 MBit/s. Noch mehr User senken die Bandbreite für die Cat. 4 Geräte überproportional. Deshalb halte ich die Fritzbox 6850 im realen Betrieb für eine Fehlinvestition.

    Das hat mit den Besonderheiten von LTE zu tun, Stichwort Frequenzbündelung. Der Alcatel HH40 kann das nicht, auch die Fritzbox 6850 kann es nicht, wohl aber der Alcatel HH71. Deshalb bricht der HH71 nicht so schnell und nicht so stark ein wie die anderen beiden, wenn das Netz stärker ausgelastet ist.

    Das hat nichts mit DSL und nicht DSL zu tun, sondern mit den Besonderheiten von LTE. Das ist ungefähr so, als wenn Du einen DSL Router benutzt, der nur 16MBit kann, die Leitung aber 100 MBit kann mit einem adäquaten Router.

    Welchen Router setzt Du ein? Es kann gut sein, dass es am Router liegt. Ansonsten stell ihn mal testweise draußen aufs Fensterbrett. Wird es dann schneller, kommst Du um eine vernünftige Außenantenne nicht herum.

    Dann doch besser den Alcatel HH71. Einen Router wie die 6850 mit völlig veraltetem Cat. 4 Modem überhaupt noch anzubieten, ist nicht unbedingt sinnvoll. Der Nutzer wird mit diesem Gerät nicht viel Freude haben, weil es das Netz nicht annähernd ausnutzen kann. Das ist wie mit dem Fahrrad auf der Autobahn fahren.

    Da ist er :)


    Das erste Problem ist der Router. Der Router HH40 ist ein völlig veralteter Cat. 4 Router. Der kann nur eine einzelne Frequenz empfangen. Die Telekom setzt in den Städten bis zu 4 LTE-Frequenzen gleichzeitig ein. Der HH40 nimmt sich nun die mit dem höchsten Pegel. Das ist in der Regel LTE-800, weil die am besten durch die Wände kommt. Außerdem ist bei der Frequenz die Gesamtbandbreite nur halb so groß wie bei den anderen Frequenzen. Deshalb ist der erste Schritt ein besserer Router, mindestens Cat. 6, besser Cat. 11 oder höher. Zum Beispiel HUAWEI B529, TP-LINK MR600, Huawei B818. Die können mehrere Frequenzen gleichzeitig nutzen. Wenn das nicht hilft, dann stell den neuen Router mal draußen aufs Fensterbrett. Wird es dann besser, hilft Dir eine passende Aussenantenne.