Hallo,
    ich würde gerne vom 9-Cent-Tarif zur Allnet flat wechseln. Die wird ja aktuell mit 2GB als Aktion beworben. Wenn ich aber im "meinCongstar" ins Tarifwechsel-Menü gehe, sehe ich bei der Allnet flat nur 1GB, das zweite würde als Option 5€/Monat kosten. Wie komme ich auch als Bestandskunde in den Genuss des besseren Tarifs?

    Ich frage mich ja, worauf sich die ganzen Rufe nach Schadensersatz gründen...


    1. Laut Congstar-AGB werden nur Verbraucher als Kunden akzeptiert. Irgendwelche Forderungen aufgrund von Problemen im Gewerbebetrieb haben also schon mal keinerlei Grundlage


    2. Schadenersatz wegen nichterfüllung des Vertrages?? dazu müsste erst mal ein Vertrag existieren. Der kommt aber lt. Congstar-AGB erst mit der Zusendung der Auftragsbestätigung (NICHT der Auftragseingangsbestätigung) zustande. Und diese verschickt Congstar wohlweislich erst, wenn alles geklappt hat. Ein Kläger könnte sich natürlich auf den Standpunkt stellen, dass bereits ein Portierungsversuch durch Congstar einen Vertragsschuss durch konkludentes Handeln bedeutet, aber ob ein Richter das genauso sehen würde???


    3. Ein Anspruch auf Schadenersatz kann natürlich auch ohne Vertrag entstehen, wenn jemand nachweisen kann, dass Congstar fahrlässig gehandelt hat *und* dadurch ein konkret nachweisbarer Schaden entstanden ist. Insbesondere ersteres dürfte schwierig werden - oder hat irgendjemand gerichtsverwertbare Beweise für die Congstar-Fehler? Mails von irgendwelchen Supportern wird der Richter wohl nicht als solche ansehen.


    4. Selbst wenn ein Vertrag schon geschlossen wäre: Congstar garantiert in den AGB eine 97%ige Verfügbarkeit der Leistungen, bezogen auf ein Jahr. Mit anderen Worten: 11Tage am Stück nicht erreichbar zu sein, ist immer noch im Rahmen der Vertragsbedingungen.


    Ich sehe da wenig Grundlage für Forderungen...

    Geduld - Du musst nur noch 6 Tage warten, dann hast Du meinen Rekord überboten! Bei mir hat die Portierung 2 Monate und 7 Tage gedauert (und 6 Versuche, mindestens ebensoviele Support-Telefonate, die Emails zähle ich jetzt nicht noch mal durch).


    Vielleicht sollten wir mal eine Hitliste der längsten Portierungsversuche anlegen? Mit Sonderwertungen für die meisten Telefonate, Mails, Chats und Forenbeiträge? Getrennt nach den Disziplinen "prepaid", "postpaid", "vorzeitige Portierung" und "gekündigter Vertrag"? Irgendwie muss man sich ja die Zeit bis zur Portierung vertreiben *g*

    Eine vorzeitige Portierung schlägt bei Congstar derzeit anscheinend zwangsläufig fehl: Bis die Deine Mail gelesen haben, ist der erste Portierungsversuch (als "normale" Portieung) schon fehlgeschlagen und das ganze geht in die manuelle Bearbeitung. Dummerweise ist diese Abteilung aufgrund hausgemachter Probleme massiv überlastet. Bei mir hat sich's insgesamt 9 1/2 Wochen hingezogen - viel Spaß noch!

    Um mal etwas Licht ins Dunkel zu bringen, was die Weiterversorgung durch den abgebenden Anbieter angeht:


    Erst mal hat Congstar Recht, das Recht hierauf gibt es tatsächlich, und zwar dann, wenn bei der Portierung eine Nicht-Erreichbarkeit von mehr als einem Kalendertag besteht. Das abgebende Unternehmen ist dann zur Weiterversorgung verpflichtet. Auch die Kosten sind geregelt: Es fällt die Hälfte der normalen Grundgebühr an, Gesprächsgebühren bleiben gleich, tagesgenaue Abrechnung ist vorgeschrieben. Alles nachlesbar im Telekommunikationsgesetz, §46 (1) und (2), siehe hier: http://dejure.org/gesetze/TKG/46.html


    Allerdings bezweifle ich, dass das in der Praxis reibungslos funktioniert. Die vorzeitige Rufnummernmitnahme z.B. ist ja auch seit der TKG-Novelle vor ca. 7 Monaten im Gesetz und die Firmen haben es noch nicht geschafft, da automatisierte Prozesse zu etablieren (deswegen geht es ja dauernd schief). Ich vermute mal, dass das mit der Weiterversorgung ähnlich aussieht. Wer weiß, was dadurch wieder an weiterem Chaos ausgelöst ird. Ich glaube, ich würde das nur machen, wenn ich Congstar endgültig verlassen wollte (und ganz so weit bin ich noch nicht).