Wenn ich sowas vorher weiß, buche ich den Tarif gar nicht erst, und wenn ich sowas im Nachhinein erfahre, gibts ne fristlose Kündigung.


    Bei Prepaid kein Problem, wenn man bei Congstar Postpaid mit flex bucht geht die Kündigung auch recht zügig durch, aber wenn man sich 2 Jahre bindet, so meine Einschätzung, kommt man deswegen nicht vorzeitig raus.


    Auch sollte beachtet werden, bei Congstar gibt es kein LTE bei Prepaid und seit der aktuellsten Tarifgeneration auch nicht mehr bei Postpaid.

  • Sloyment

    aber wenn man sich 2 Jahre bindet, so meine Einschätzung, kommt man deswegen nicht vorzeitig raus.

    Der Provider muss seinen Teil des Vertrages erfüllen und einen funktionierenden Internetzugang liefern. Wenn der Provider das nicht leistet, kann man selbstverständlich von einer Sonderkündigung Gebrauch machen, Mindestvertragslaufzeit hin oder her. Besser wäre allerdings eine Klage auf Erfüllung des Vertrages.

  • Viel Glück damit. Einfacher wäre es wohl, einfach das Widerrufsrecht zu nutzen.
    Unabhängig von deinen individuellen Bedürfnissen steht natürlich die Aussage, dass es der überwiegenden Mehrzahl der Nutzer gelinde gesagt völlig schnuppe ist, welches Protokoll sie nutzen. Sollte mich wundern, wenn mehr als 10-20 % überhaupt wissen, was das ist.
    Unter diese Prämisse dann davon auszugehen, dass Congster oder all die anderen Provider nicht das versprochene oder erwartete Produkt liefern, halte ich für gewagt. :D


    Das ändert natürlich nichts daran, dass die Zeit, die global für die Umstellung auf IPV6 gebraucht wird, wirklich peinlich ist.

  • .. Unter diese Prämisse dann davon auszugehen, dass Congster oder all die anderen Provider nicht das versprochene oder erwartete Produkt liefern, halte ich für gewagt. ..

    Wenn der Gute einmal so richtig Ärger mit Providern und nicht vorhandenen Protokollen haben will, empfehle ich ihm Unitymedia. :D Hier ist's umgekehrt: Hier gibt's nur IPV6 + miserable - weil spartanische - Steckimplementierung. Zumindest vor einem Jahr war damit nichts mit VPN usw. möglich.


    Allerdings muss ich hinzufügen, dass in unserem Falle großzügig uns die Nutzung von IPV4 geschaltet wurde - wenn auch mit moderaten Mehrkosten. (Mit einem solchen Entgegenkommen sollte man als reiner Privatmann allerdings nicht rechnen.) Damit konnten wir die verschiedenen, zum Teil weit von einander entfernte Netze via VPN verbinden.


    Ja, so hat halt jeder sein Päckchen zu tragen. ;)

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  • Algernon Moncrieff

    soweit ich weiß, benutzt die Telekom im Mobilfunk seit Sommer letzten Jahres auch Dual Stack, d.h. die Verbindung entscheidet automatisch, welches Protokoll verwendet werden soll.


    Ich kann, Gott sei Dank, in der APN den Dual Stack wählen: IPv4 / IPv6


    Ich kann bei mir auch nur das IPv6-Protokoll auswählen. Klappt auch, auf der Testwebseite ipv6.test-ipv6.com ist dann entsprechend auch keine IPv4-Adresse angegeben. Und man erhält den Kommentar, dass es durchaus mutig sei, nur IPv4 zu nutzen.
    Zurecht, die Testwebseite ist auch so ziemlich die einzige Seite, die sich öffnet :D

  • Sloyment

    thunder schrieb:

    Zitat

    Einfacher wäre es wohl, einfach das Widerrufsrecht zu nutzen.

    Kommt drauf an, ob man den Fehler schnell genug erkennt. Wenn man erst nach einem halben Jahr bemerkt, dass man bestimmte Server nicht ansurfen kann, und dann nochmal ein viertel Jahr braucht, um zu erkennen, dass der Fehler nicht bei diesen Servern liegt, ist das Widerrufsrecht bereits abgelaufen.

    Zitat

    es der überwiegenden Mehrzahl der Nutzer gelinde gesagt völlig schnuppe ist, welches Protokoll sie nutzen. Sollte mich wundern, wenn mehr als 10-20 % überhaupt wissen, was das ist.

    Aus Unkenntnis, klar. Warum sonst sollte jemandem IPv6 schnuppe sein?

    Zitat

    Unter diese Prämisse dann davon auszugehen, dass Congster oder all die anderen Provider nicht das versprochene oder erwartete Produkt liefern, halte ich für gewagt. :D

    Laut RFC 6540 ist IPv6 nicht länger optional.
    <https://tools.ietf.org/html/rfc6540> – IPv6 Support Required for All IP-Capable Nodes


    Im Umkehrschluss heißt das: Ein Provider, PC, Router, Netzwerkdrucker etc. ohne IPv6-Support ist Müll.

    Zitat

    Das ändert natürlich nichts daran, dass die Zeit, die global für die Umstellung auf IPV6 gebraucht wird, wirklich peinlich ist.

    An mir liegt es nicht. Mein Homeserver läuft bereits IPv6-only. :)


    legro schrieb:

    Zitat

    Wenn der Gute einmal so richtig Ärger mit Providern und nicht vorhandenen Protokollen haben will, empfehle ich ihm Unitymedia. :D Hier ist's umgekehrt: Hier gibt's nur IPV6 + miserable - weil spartanische - Steckimplementierung.

    Ich kenne die Situation. Einige Kunden jammern herum, weil ihre X-Boxen nur IPv4 können und sie bestimmte Portfreigaben brauchen, die sie hinter einer CGNAT nicht bekommen. Dass IPv4 veraltet ist und die X-Box Müll, kommt ihnen leider nicht in den Sinn.


    Algernon Moncrieff schrieb:

    Zitat

    Ich kann bei mir auch nur das IPv6-Protokoll auswählen. […] die Testwebseite ist auch so ziemlich die einzige Seite, die sich öffnet

    Und Google, Wikipedia, Facebook usw. öffnen sich nicht? Dann stimmt wohl etwas mit dem DNS nicht.


    - - - - -


    So, um das Thema mal für mich abzuschließen, fasse ich den Thread kurz zusammen:


    Zu Congstar:
    * Congstar unterstützt offiziell kein IPv6.
    * Wenn man in den Einstellungen des Smartphones herumspielt, geht es aber doch.
    * Die Supportabteilung kann dies nicht erklären, hat die Technikabteilung danach befragt und keine Antwort erhalten.
    * Mit IPv6 befindet man sich zwangsweise hinter einer providerseitigen Firewall.
    * Außerdem ist UDP blockiert.
    * Angeblich verbieten die AGB VoIP. (Die Stelle in den AGB konnte ich nicht finden.)


    Meine Antwort:
    * Ich erwarte einen *funktionierenden* Internetzugang, d.h.
    ** mit IPv6,
    ** ohne irgendwelche technische Sperren,
    ** ohne vertragliche Einschränkungen hinsichtlich der Art der Daten.
    * Congstar mit seinem derzeitigen Gebahren wird sich darum nicht freuen, mich als Kunde begrüßen zu können.

  • .. Ich kenne die Situation. Einige Kunden jammern herum, weil ihre X-Boxen nur IPv4 können und sie bestimmte Portfreigaben brauchen, ..

    Von wegen .. Hier ging es um professionelle Anwendungen, nichts Privates. Leider ist das IPV6 Protokoll noch lang nicht so ausgereift, dass man es derart bedenkenlos einsetzen kann, wie einige es hier berichten. :(


    Wer schon etwas länger mit dieser Art Materie befasst ist, weiß, dass vor Jahren mit NAT in den Anfängen keine sichere Anbindung von Clients ans Internet möglich war. Daher haben wir lange Zeit das sog. Wingate genutzt, um die Clients im Netzwerk ans Internet zu bekommen.

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  • Sloyment

    legro, was hältst du von der Idee, die knappe IPv4-Adresse als Premiumleistung hinzubuchen zu können, wers braucht? Wer kein IPv4 braucht, lässt es halt weg, wer nur ein bisschen rumsurfen möchte, bucht CGNAT hinzu, und wer eine eigene IPv4-Adresse haben will – für „professionelle Anwendungen“, als Statussymbol oder sonstwas – bestellt sich das teure Drei-Sterne-Nostalgie-Elite-Internet-Ergänzungspaket.

    Ob IPv6 bei Congstar nur eine "bedauerliche Panne" ist, wie einst LTE in den Postpaid Tarifen, werden wir noch sehen. Manchmal brauchen die Rückmeldungen eben etwas. ;)


    Auch ich konnte bisher in der AGB keine Hinweise auf ein Verbot von VoIP finden. Eher gehe ich davon aus, dass man einfach nur die Protokolle gesperrt hatte, aber nun mit IPv6 ist TCP erlaubt.


    Da Du ohnehin nur Prepaid willst, könntest Du eh sofort bestellen. Selbst bei Postpaid hättest Du kein Risiko, da man hier auch flex nehmen kann (was ich grundsätzlich immer empfehle).

  • thomasschaefer

    Meine Antwort:
    * Ich erwarte einen *funktionierenden* Internetzugang, d.h.
    ** mit IPv6,
    ** ohne irgendwelche technische Sperren,
    ** ohne vertragliche Einschränkungen hinsichtlich der Art der Daten.
    * Congstar mit seinem derzeitigen Gebahren wird sich darum nicht freuen, mich als Kunde begrüßen zu können.


    Dir ist aber schon aufgefallen, dass Congstar und die Telekom als deren Lieferant mehr bieten als die Ableger von Telefonica und Vodafone?


    Dort bekommt man weder bei den Resellern noch direkt irgendeine Möglichkeit mobil IPv6 nutzen zu können.

  • Martyn136

    Mir ist egal, wie ich dargestellt werde. Mich ärgert aber die Behauptung, IPv6 bräuchte man eigentlich gar nicht. VoIP wurde hier erwähnt, und das ist ein schönes Beispiel, wo IPv6 dringend benötigt wird. Die Verbindung klappt nämlich nur, wenn beide Seiten IPv4 oder beide Seiten IPv6 benutzen. Nun sitzen aber inzwischen viele Nutzer hinter einer CGNAT und sind daher per IPv4 nicht mehr, sondern nur noch per IPv6 zu erreichen. Aber auch fürs einfache Web-Surfen wird IPv6 immer wichtiger, zumal einige Server inzwischen IPv6-only laufen und daher mit einem IPv4-only Internetzugang nicht erreichbar sind.


    Webserver die nur via IPv6 zu erreichen sind gibt es imho eigentlich kaum, höchstens für irgendwelche Dienste die nur unternehmensintern verwendet werden, und garnicht für die Öffentlichkeit erreichbar sein sollte.


    VoIP funktioniert natürlich auch allein mit einer IPv4-NAT Adresse. Dazu gibt es diverse Techniken (ICE, STUN, TURN) um das NAT zu durchdringen. Sonst würde ja auch z.B. Apple Facetime nicht funktionieren. Tut es aber natürlich.


    Das Problem von VoIP im T-Mobile Netz ist eher das das anscheinend mittels Deep Packet Inspection aktiv geblockt wird. :(

  • thomasschaefer

    IPv6 only-server gibt es schon reichlich. Sehr viele Vodafone (kd)- und Unitymediakunden erreichen ihr NAS/Webcam nur noch über Ipv6.


    Aber die Diskussion schweift ab. Congstar bietet IPv6, weiss es offenbar nur nicht.


    Den Zugang ohne Firewall anzubieten wäre naiv.

  • legro, was hältst du von der Idee, ..

    Diese Diskussion ist in meinen Augen absolut obsolet. Tatsache ist: IPV4 ist noch lange nicht tot und mit IPV6 alleine kommt man noch lange nicht über die Runden.


    Ich habe beides und nutze jeweils das zweckmäßigste.

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  • Robby555

    Und wie schaut es ab heute aus ? Durch die neuen ab dem 30 April gültigen EU-Richtlinien muss Congstar da sicher nachbessern. Die Telekom hat mit ihrer Spotify Geschichte auch Anpassungen vornehmen müssen die in diesem speziellen Fall nicht gerade zu Vorteil der Kunden geführt haben.

  • Algernon Moncrieff

    Du hast recht! :thumbup:
    Der entsprechende Hinweis wurde still aus den Fußnoten gestrichen. Heute steht da nur noch "Blackberry-Nutzung ist nicht Gegenstand des Vertrags." Vorher meine ich "VoIP, Blackberry-Nutzung und [nochirgendwas] ist nicht Gegenstand des Vertrags". Auch in den AGBs wir nur noch Blackberry angeführt.


    Ich muss meine alten AGBs mal rauskramen, aber ich würde schwören, auch dort wurde vorher VoIP mit angeführt.


    Grüße
    Algernon

  • Robby555


    Du hast recht!
    Der entsprechende Hinweis wurde still aus den Fußnoten gestrichen. Heute steht da nur noch "Blackberry-Nutzung ist nicht Gegenstand des Vertrags." Vorher meine ich "VoIP, Blackberry-Nutzung und [nochirgendwas] ist nicht Gegenstand des Vertrags". Auch in den AGBs wir nur noch Blackberry angeführt.


    Ich muss meine alten AGBs mal rauskramen, aber ich würde schwören, auch dort wurde vorher VoIP mit angeführt.


    Grüße
    Algernon

    Natürlich war der Hinweis in den alten AGBs enthalten, mich interessiert es nur wie es nun in der Praxis aussieht. Funktioniert Skype, FaceTime oder SIP jetzt endlich oder gibt es immer noch Probleme ? Kann gerade nicht selbst testen, hab meine letzte noch angemeldete Congstar SIM einer Freundin ausgeliehen.