Hallo,
Echt krass bei der Kartellbildung werden keine Schluplöcher gelassen.
Ich wundere mich ja auch seit Jahren warum da keine Kartellbehörde für freien Wettbewerb sorgt.
Dass das mindestens eine fragwürdige Wettbewerbsbehinderung darstellt, wenn nicht gar eine unzulässige und rechtswidrige Wettbewerbsverzerrung, sieht ja eigentlich ein Blinder mit Krückstock.
Das wäre ja so wie wenn dir dein Stromanbieter erzählen würde er beliefert dich zwar gerne mit Strom - aber du dürftest den dann nicht für deine Wärmepumpe verwenden, aus vorgeschobenen technischen Gründen (um rechtlich auf der sicheren Seite zu sein) oder eine Wärmepumpe wäre ein "Premium-Endgerät" dessen Betrieb man dir nur bei der drei mal so teuren "Premium"-Marke aus eigenem Hause gestattet... Das ist natürlich ein Witz, und würde wettbewerbsrechtlich sicherlich auch völlig unhaltbar sein.
Dann lieber dafür sorgen dass es "technisch" nicht geht, den doofen Kunden das selber ausprobieren bzw. rausfinden lassen, und dann... tja, was dann?
Glaubt irgendjemand ernsthaft dass mehr als 15 - 20% der Congstar-Kunden die überwiegend Wert auf ein gutes Preis-Leistungsverhältnis legen dann einen Vertrag für 39 Euro monatlich (oder gar mehr) bei der Telekom abschließt?! ![]()
Vor allem dann wenn es bei der Konkurrenz für die Hälfte oder weniger geht?!?!
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Da schießt sich die Telekom doch sehr offensichtlich ins eigene Bein, indem sie treue Kundschaft zielsicher zur Konkurrenz vertreibt.
Werden sie wahrscheinlich eines Tages auch noch drauf kommen dass diese Rechnung nicht so ganz aufgeht, denn die Leute die zu Congstar gekommen sind sind da ja _weil_ sie nicht nur Wert auf eine gute Leistung, sondern auch einen guten Preis dafür legen.
Leute bei denen Geld keine Rolle spielt hatten vorher in der Regel auch schon einen nicht ganz billigen Vertrag bei einem der großen Drei oder Vier, daran werden auch solche eingezogenen technischen Hürden wenig ändern.
Aber wahrscheinlich ist die Unternehmenskommunikation an dieser Stelle auch deshalb etwas, nun ja, sagen wir mal irreführend - von wegen es wären seit 10 Jahren technische Gründe ausschlaggebend und nicht andere - weil man da vermutlich auch weiß dass man sich da rechtlich sonst auf sehr dünnem Eis bewegen würde, wenn man dir den Betrieb eines Mobilfunkgeräts deiner Wahl absichtlich verunmöglicht wenn es technisch eigentlich problemlos möglich wäre...
Also besser dafür sorgen dass es technisch nicht problemlos möglich ist oder zumindest zu sein scheint und sich dann darauf berufen dass man daran LEIDER so bald nichts ändern kann... Aber seien wir ehrlich, ganz oben auf der Prioritätenliste steht es offensichtlich seit 10 Jahren (ganz bewusst) ebenfalls nicht ![]()
Wie lange die Kunden sich das anschauen werden wird man sehen...
Also je mehr Kunden man dadurch verliert desto schneller kommt der Watch Support ![]()
Also ihr könnt das ja ruhig mal als Grund angeben wenn ihr auch euren Vertrag oder Tarif kündigt, vielleicht stellt man dann irgendwann doch noch fest dass das nicht die allerbeste Idee gewesen sein könnte - denn treue Kundschaft die einmal weg ist, bleibt es dann meistens auch erst mal...
Aber wie dem auch sei.
Somit lange Rede kurzer Sinn:
Man braucht auf dem Smartphone einen unterstützten Anbieter, sonst geht gar nix.
Hast du denn mal versucht wie es aussieht wenn du dir ein Smartphone oder eine SIM-Karte von einem unterstützten Anbieter (am besten dann wohl auch Telekom-Netz) ausleihst, um damit die eSIM auf deiner Watch einzurichten...?
Die selbe Rufnummer wolltest du ja ohnehin nicht haben... könnte nur sein dass es an diesem Punkt dann trotzdem noch seitens des Herstellers scheitert.
Aber bei Apple könntest du die Watch dann wohl zumindest "für ein Familienmitglied einrichten" - dafür braucht man kein MultiSIM und keine identische Rufnummer.
Kann nur sein dass dann bestimmte Funktionen der Watch nicht oder nur eingeschränkt nutzbar sind... das muss ich auch noch mal irgendwo nachlesen.
Aber hat das "für ein Familienmitglied einrichten" in letzter Zeit mal jemand ausprobiert und kann berichten ob wenigstens das mit Congstar / ggf. auch Prepaid funktioniert - und wenn, mit welchen Einschränkungen ggf.?
Entscheidend ist aber nicht der Einrichtungsprozess, der in diesem Fall bei congstar zusätzlich wegen der Zweifaktor-Authentifizierung via SMS hinderlich ist.
Hmm, wie sähe der erschwerte Einrichtungsprozess denn jetzt genau aus...? (Sofern nicht das Problem mit Multi-SIM als Vorgabe des Herstellers besteht, weshalb man ggf. gar nicht so weit kommt)
Wenn man das "einfach mal ausprobiert" und dann feststellt dass es nicht geht - kann man die eSIM dann wenigstens noch für die Einrichtung eines anderen Geräts verwenden?
Denn zumindest ohne MultiSIM könnte man ansonsten ja keine SMS mehr empfangen, was für ein neues eSIM Profil aber ja wohl erforderlich wäre?
Heißt man müsste sich dann entweder eine neue physische SIM mit der Post schicken lassen (lohnt sich bei Prepaid nicht) oder kann die Nummer und (e)SIM sonst eigentlich auch wegwerfen, oder liege ich falsch...?!
Vielleicht bleibt die eSIM ja auch für ein anderes Gerät verwendbar wenn die Einrichtung auf einer Watch überhaupt nicht funktioniert?
Also "einfach mal so" würde ich das jetzt nicht ausprobieren - aber wer eine MultiSIM hat hätte ja kein Problem noch über die andere SIM SMS zu empfangen, schätze ich...