Partnerkartenvorteil gestrichen, obwohl der zugrunde liegende Haupttarif weiter besteht – was soll das?

  • Partnerkartenvorteil gestrichen, obwohl mein zugrunde liegender Tarif weiterhin aktiv ist – was soll das?

    Ich habe über meinen congstar Prepaid-Tarif meines Telefons einen Homespot & Go L Flex als Partnerkarte bestellt. Der Grund war simpel: Der neue Homespot bietet mir 400 GB statt bisher 250 GB und kostet mit dem Partnerkartenvorteil nur 28 € monatlich. Außerdem kann ich ihn mitnehmen. Also habe ich den alten Homespot gekündigt, weil ich schließlich nicht zwei Homespot-Verträge brauche.

    Die Bestellbestätigung vom 26.07.2026 weist ausdrücklich aus:

    42,00 € Grundgebühr
    14,00 € dauerhafter Partnerkartenrabatt
    28,00 € monatlich

    Dort steht sogar ausdrücklich: „Vorteil: Partnerkarte: Dauerhaft 14 EUR Rabatt auf den monatlichen Grundpreis.“

    Mein Prepaid-Tarif ist weiterhin aktiv. Das lässt sich auch in der congstar-App eindeutig nachvollziehen.

    Ich bekam am 01.08.2026 die Mitteilung, dass beim neuen Homespot der Partnerkartenvorteil entfällt und ich künftig 42 € statt 28 € zahlen soll. Als Begründung heißt es lediglich:

    „Da die Bedingungen für den Partnerkartenvorteil nicht mehr erfüllt sind, entfällt der Rabatt in Höhe von 14,00 €.“

    Welche Bedingung soll denn bitte nicht mehr erfüllt sein?

    Wenn congstar tatsächlich sagt, dass ein Prepaid-Tarif gar nicht als Hauptvertrag für eine Partnerkarte berechtigt ist, stellt sich für mich eine noch viel grundlegendere Frage:

    Warum konnte ich über meinen aktiven Prepaid-Tarif überhaupt einen Homespot als Partnerkarte bestellen und bekam anschließend schriftlich einen dauerhaften Partnerkartenrabatt von 14 € sowie einen monatlichen Preis von 28 € bestätigt? Congstar wusste bei der Bestellung bereits, dass der alte Homespot gekündigt war, denn das passierte wegen der Fristeinhaltung schon vor dem 15.07.2026.

    Dann muss congstar sein Bestellsystem entsprechend programmieren. Wenn eine bestimmte Vertragskonstellation nicht partnerkartenberechtigt ist, darf das System den Kunden nicht erst bestellen lassen, die Partnerkarte bestätigen und den günstigen Preis ausweisen, um den Rabatt anschließend wieder zu streichen.

    So, wie dieser Vorgang gelaufen ist, entsteht bei mir jedenfalls der Eindruck, dass der günstige Partnerkartenpreis zunächst angeboten und bestätigt wird und die Einschränkung erst hinterher zum Vorschein kommt. Ich unterstelle congstar dabei durchaus Absicht und nicht bloß ein zufälliges technisches Versagen. Denn wenn die Tarifvoraussetzungen im System bekannt sind, wäre es problemlos möglich, eine solche Bestellung von vornherein zu verhindern.

    Besonders absurd finde ich, dass die Kündigung meines alten Homespots nun als Grund für den Wegfall des Rabatts herangezogen wird, obwohl diese Kündigung congstar bereits seit dem 10.07.2026 bekannt war und der neue Homespot erst am 26.07.2026 bestellt und von congstar ausdrücklich mit dem dauerhaften Partnerkartenrabatt bestätigt wurde.Ich habe den alten Vertrag nicht gekündigt, um irgendeinen Partnerkartenvorteil zu erschleichen, sondern weil ich ihn durch den neuen Homespot ersetzt habe. Was soll ich auch mit zwei Homespot-Verträgen?

    Wenn der alte Homespot tatsächlich der technische „Hauptvertrag“ für die neue Partnerkarte gewesen sein sollte, hätte congstar mir das vor der Bestellung eindeutig mitteilen müssen. Stattdessen wurde mir der neue Vertrag ausdrücklich mit 28 € monatlich und einem dauerhaften Partnerkartenrabatt bestätigt.

    Ich hätte daher gerne eine konkrete Antwort auf zwei Fragen:

    1. Welcher meiner Verträge war bei der Bestellung am 26.07.2026 tatsächlich als Hauptvertrag für die Partnerkarte hinterlegt?

    2. Warum wurde mir der Homespot als Partnerkarte zu 28 € monatlich angeboten und dieser Preis inklusive „dauerhaftem“ 14-€-Rabatt bestätigt, wenn die dafür erforderlichen Voraussetzungen angeblich gar nicht vorlagen bzw. vom Fortbestand meines alten Homespots abhängig waren?

    Das Ergebnis dieses Vorgehens ist bei mir jedenfalls eindeutig: Den neuen Homespot habe ich wegen des weggefallenen Partnerrabatts direkt wieder gekündigt. Meinen Prepaid-Tarif werde ich ebenfalls kündigen. Und weitere Verträge werde ich bei congstar nicht mehr abschließen.

    Das ist insbesondere deshalb ärgerlich, weil es nicht das erste Mal ist, dass ich als langjähriger Kunde eine Verschlechterung meiner Konditionen erlebe. Beim ersten Homespot wurde mir beispielsweise ebenfalls einfach der Corporate Benefit gestrichen.

    Wenn congstar langfristige Kundenbindung so versteht, dass man dem Kunden beim Wechsel auf einen anderen congstar-Tarif erst einen Vorteil bestätigt und ihn anschließend wieder entzieht, dann hat dieser Vorgang bei mir jedenfalls genau das Gegenteil von Kundenbindung bewirkt.

    Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von JensJensen (9. August 2026 um 12:57)

  • Früher waren die CB-Rabatte oftmals auf 12 Monate befristet. Da sind die dann entfallen. Später wurden die CB-Rabatte dann auf "gültig bis zum Tarifwechsel" umgestellt. Congstar kommt Kunden mit bestehenden CB-Rabatt auch entgegen - hierfür muss für einen Tarifwechsel der Code im Profil hinterlegt werden und congstar nimmt den neuen CB-Rabatt dann auf Kulanz für den Tarifwechsel mit.

    Früher waren auch Prepaid-Karten mal für Partnerkarten zulässig. Das ist aber schon einige Zeit her. Die AGB (denen du bei der Bestellung zugestimmt hast), sagen, dass nur Postpaid-Karten Hauptkarten sein können. Bevor du jetzt gekündigt hast, hättest du hier eine Anfrage stellen können, wie man die Tarifstruktur in deinem konkreten Fall am besten aufbaut, dass du wieder in den Genuss des Partnerkarten-Rabatts kommen kannst. Der Support kann das entweder direkt umstellen oder an die Fachabteilung geben, dass man eine Lösung findet, die für beide Seiten akzeptabel ist.

    Wenn du wünscht, dass der Support in deinem konkreten Fall nochmal nachsieht, hinterlege gerne deine Legi-Daten vollständig im Profil. Der Support wird sich dann hier zeitnah melden.

    • Offizieller Beitrag

    Hey JensJensen,

    vielen Dank für deine Nachricht. Zu einem Haupttarif kann man mehrere Partnerkarten buchen. Die Hauptkarte muss dafür aktiv und nicht gekündigt sein. Wenn der Tarif gekündigt wird, dann wird eine der Partnerkarten zu einer Hauptkarte umgewandelt. Prepaid Tarife können nicht als Hauptkarte dienen.

    Zu dem Zeitpunkt der Bestellung (26.07.) waren die Voraussetzungen gegeben. Nach der Kündigung (31.08.) waren die Bedingungen nicht mehr erfüllt und die Partnerkarte wurde zur Hauptkarte (01.08.).

    Gruß Kenan

  • Danke für die Erklärung der grundsätzlichen Systematik. Sie beantwortet allerdings nicht meine eigentliche Frage.

    Mir ist inzwischen klar, dass eine Partnerkarte nach Kündigung des Hauptvertrags zur Hauptkarte wird und dass ein Prepaid-Tarif nicht als Hauptkarte dienen kann.

    Genau deshalb ist der Vorgang für mich ja nicht nachvollziehbar.

    Die Kündigung meines bisherigen Homespots ist congstar am 10.07.2026 zugegangen. Als letzter Nutzungstag wurde mir von congstar der 31.07.2026 bestätigt. Die Bestellung des neuen Homespot & Go L Flex erfolgte erst am 26.07.2026.

    Congstar wusste bei der Bestellung also bereits, dass der bisherige Hauptvertrag nur noch bis zum 31.07.2026 bestehen würde.

    Trotzdem wurde mir am 26.07. der neue Homespot als Partnerkarte mit „Dauerhaft 14 EUR Rabatt auf den monatlichen Grundpreis“ und einem monatlichen Gesamtpreis von 28 € angeboten und bestätigt.

    Genau dazu beantwortet dein Beitrag meine Frage nicht:

    Warum wurde mir am 26.07. eine Partnerkarte zu 28 € angeboten und mit einem dauerhaften Rabatt bestätigt, obwohl congstar zu diesem Zeitpunkt bereits wusste, dass der dafür erforderliche Hauptvertrag am 31.07. endet?

    Wenn das System die Kündigung des Hauptvertrags bereits kennt, müsste es doch möglich sein, den Kunden bei der Bestellung darauf hinzuweisen, dass der Partnerkartenrabatt nur noch bis zum 31.07. besteht. Noch besser wäre natürlich, eine solche Partnerkartenbestellung gar nicht erst zuzulassen.

    Stattdessen wird mir am 26.07. ausdrücklich ein dauerhafter Rabatt bestätigt und erst am 01.08. wieder entzogen.

    Und noch etwas passt nicht zu deiner Antwort: Du schreibst, die Kündigung sei zum 31.08. erfolgt. Meine Kündigungsbestätigung sagt dagegen eindeutig, dass die Kündigung congstar am 10.07.2026 erreicht hat und der Vertrag letztmalig am 31.07.2026 genutzt werden konnte.

    Bitte erkläre mir daher nicht noch einmal, was nach einer Kündigung mit einer Partnerkarte passiert. Das ist nicht meine Frage.

    Meine Frage ist, warum congstar am 26.07. trotz bereits bekannter Kündigung des Hauptvertrags eine Partnerkarte mit dauerhaftem 14-€-Rabatt zu 28 € verkauft und bestätigt hat.

  • Das System kann bei der Vestellung nur den Ist-Zeitpunkt abfragen. Im Sternchentext heißt es dazu:

    Zitat

    Voraussetzung für die Buchung einer Partnerkarte ist ein ungekündigter congstar Mobilfunkvertrag mit Ausnahme der Tarife congstar wie ich will, congstar Basic und Homespot Standby (sog. „Erstvertrag“).

    (…) congstar behält sich vor, bei Kündigung des Erstvertrags den Preisvorteil aufzuheben

    Das „dauerhaft“ bezieht sich darauf, dass der Rabatt nicht zeitlich begrenzt ist. Wenn aber später die Voraussetzungen entfallen, entfällt auch der Partnerrabatt.