• [THEMA DER WOCHE]

    Nutzt du biometrische Entsperrmethoden für Smartphones

      Hallo liebe Community,


      was früher die Telefon-PIN war ist heute der Finger oder das Gesicht. Noch nie war es so einfach und sicher, sein Smartphone vor Fremdnutzung zu schützen. Aber ist das wirklich sicher? Was sind die Vorteile, was die Nachteile bei der Verwendung biometrischer Sperrmöglichkeiten? In diesem Artikel möchte ich auf die verschiedenen Methoden eingehen und frage euch: Nutzt ihr an eurem Handy biometrische Systeme?



      Dein Fingerabdruck:
      Die Möglichkeit Geräte mit einem Fingerprint zu sperren, nennt sich im Apple-Universum Toch ID und ist seit 2013 für die große Masse verfügbar. In vielen Geräten lassen sich bis zu 10 Abdrücke speichern. So kann man sein Handy auch entsperren, wenn man sich mit dem Küchenmesser geschnitten hat.


      Fingerabdrucksensoren gelten heutzutage als sicher, da die neueren Modelle auch tiefere Hautschichten scannen um sicher zu stellen, dass die Finger noch an der Hand sind. Wirklich: Fingerabdruckscanner können zwischen lebendem und totem Gewebe unterscheiden. So wird es Betrügern schwer gemacht. Sicherheit bieten auch die Speichermethoden des Abdruckes. Der Fingerabdruck wird nicht als Bild, sondern als Hash-Code gesichert. Die Speicherung findet laut Hersteller auf den Endgeräten und nicht auf Servern statt.


      Der Fingerabdruck ist also eine schnelle und sichere Alternative zum Entsperrcode. Dennoch sollte man einen solchen Code oder ein Muster immer zusätzlich nutzen. Wer weiß, wann man das nächste mal mit beiden Händen auf eine heiße Herdplatte langt? Aber Scherz beiseite: Auch ein Sensor kann mal den Geist aufgeben.


      DeinE Iris:
      Noch einzigartiger als ein Fingerabdruck ist die Iris. Vor ein paar Jahren klang das alles noch nach Science-Fiction, ist aber mittlerweile auch in sehr vielen Geräten an Board: Der Iris-Scanner. Leistung von Prozessoren und Kamera sind stark genug, um die Iris in unter einer Sekunde zu erkennen. Somit benötigt man auch keinen Platz mehr für einen Fingerabdruckscanner am Smartphone. Nachteil hierbei: Es wird eine sichtbare Frontkamera am Handy benötigt. Komplett randlose Displays sind somit (noch) Zukunftsmusik.


      Auch beim Iris-Scan werden die Bio-Daten in numerische Werte umgerechnet und auf dem Speicher abgelegt. Sehr komfortabel: Man muss nichts weiter machen als auf sein Handy zu sehen, damit man es nutzen kann. Starke Sonnenbrillen sind natürlich ein Problem. Der Iris-Scanner funktioniert aber auch gut in Kombination mit anderen Sperren.


      Dein Gesicht:
      Wer gerne eine Sonnenbrille trägt, wird mit einem Gesichtsscanner bessere Erfahrungen machen als mit dem Iris-Scan. Bei einem Scan werden Gesichtsmerkmale in einem dreidimensionalen Modell gespeichert, aus dem dann die charakterisitschen Merkmale und Strukturen entstehen, die zur Identifikation dienen. Zudem wird auch der Blick des Nutzers überprüft. So soll sichergestellt werden, dass der Anwender auch auf das Smartphone schaut, damit Unbefugte das Gerät nicht mit dem Gesicht eines Schlafenden Besitzers entsperren können.


      Selbst mit Mütze und Schal funktioniert der Scanner noch. Aber auch bei extrem ähnlichen Personen wie Zwillingen oder bei Kindern, deren charakteristische Merkmale sich stetig verändern kann das System Probleme machen.


      Dein Kostüm an Karneval, COsplay & Mundschutz:
      Wer sich oft verkleidet - oder derzeit immer wieder Mundschutz trägt - wird es kennen: Der Gesichtsscanner funktioniert nicht zuverlässig. Dann ist der Fingerabdruck oder der Iris-Scan vermutlich die bessere Wahl. Es gibt aber auch Möglichkeiten, dies mit dem Gesichtsscanner zu regeln.


      Bei Apple-Geräten:

      • Einstellungen öffnen.
      • "Face ID & Code" auswählen.
      • "Alternatives Erscheinungsbild konfigurieren" auswählen.
      • Mundschutz in der Mitte falten (das halbe Gesicht schminken) und nur das halbe Gesicht bedecken.

      Bei Android-Geräten:

      • Einstellungen öffnen.
      • "Biometrie & Passwort" oder "Biometrische Daten und Sicherheit" suchen.
      • "Face Scan" oder "Gesichtserkennung" auswählen.
      • Einen "alternativen Look registrieren" oder "Neues alternatives Aussehen" auswählen.
      • Maske aufsetzen, Anweisungen folgen.

      Die Anleitung kann von Gerät zu Gerät leicht variieren. Einige Geräte bieten die Möglichkeit viele verschiedene Looks anzulegen.


      Die Zukunft:
      Gedankenexperimente: Was ist noch möglich? Werden wir bald mit unserem Körper unser persönliches Umfeld sichern? Ersetzen diese Technologien bald unseren Schlüsselbund? Werden Kartenzahlungen bald ein Relikt aus der Vergangenheit sein? Schon jetzt ist es mit etwas Erfindungsreichtum und dem passenden Geldbeutel möglich seine Haustür und sein Smarthome zu sichern und zu steuern.


      Autos fahren keyless und intelligente Systeme erkennen sogar den Fahrer und konfigurieren das Fahrzeug automatisch nach den Vorlieben des Nutzers. Sport- oder Eco-Modus, Beleuchtung, Fahrersitz und Musikvorlieben - alles wie von Geisterhand. Auch in anderen Lebensbereichen sind die Möglichkeiten noch lange nicht ausgeschöpft.


      Habt ihr Erfahungen mit den Systemen und nutzt sie täglich, oder gebt ihr noch ganz klassisch ein Entsperr-PIN oder ein -Muster ein? Die Fingerscan- & Gesichtserkennungs-Technologie wird seit Jahrzehnten in der Kriminalistik als zuverlässiges Instrument zur Verbrechensbekämpfung oder als Identifikationsmittel in Zugangs- oder Kontrollsystemen verwendet. Nehmt ihr Abstand, weil euch das Anlegen solcher Datensätzte Sorgen bereitet, oder vertraut ihr auf den funktionierenden Datenschutz?


      Lasst uns doch darüber unterhalten.


      MFG
      Mario J.

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      Hey schlingo,


      super praktisch, aber leider haben alle neuen Technologien auch das ein oder andere Geschmäckle. Wichtig ist dann, das Datenschutz und Sicherheit groß geschrieben werden. Meiner Meinung nach sind wir noch ganz am Anfang, was solche Lösungen angeht.


      MFG
      Mario J.

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      Nehmt ihr Abstand, weil euch das Anlegen solcher Datensätzte Sorgen bereitet, oder vertraut ihr auf den funktionierenden Datenschutz?

      Ich nutze normalerweise die Anmeldung mit Fingerabdruck (je drei Finger jeder Hand sind gespeichert) und auch die Gesichtserkennung auf einem Gerät.


      Datenschutz...... Ein großes Thema!
      Genau so oft wie er vernachlässigt wird, wird er auch übertrieben! ;-)


      Normalerweise wäge ich ab, was technisch möglich ist, in der Praxis aber nie vorkommen wird, weil ich einfach nicht reich, interessant und mächtig genug bin!
      Onlinebanking auf dem Handy betrachte ich zum Beispiel sehr skeptisch, mache es aber mit einem Gerät, dass ich nicht verlieren kann.
      Onlinebanking mit meinem Computer halte ich für absolut sicher! :D

      Hallo,


      ich nutze auch Face ID. Gibt nix besseres. Mit Maske natürlich nutzlos und nutze dann den Code, was sicherer ist als nur das halbe Gesicht mit Maske zu entsperren.


      Davor hatte ich auch Touch ID aber das funktioniert nicht mit nassen Fingern. Auch Schweiß ist ein Problem.


      Davor hatte ich Fingerprint mit Xiaomi. Das hat aber noch weniger zuverlässig funktioniert als Touch ID. Warum auch immer.


      Und Gesichtserkennung auf Android ist auch nicht so sicher wie FaceID mit seinen Sensoren.