• [THEMA DER WOCHE]

    Digitaler Nachlass - Nach mir die Daten-Sintflut?

      Liebe Kunden und Community-Mitglieder,


      den meisten Menschen ist das Thema Tod sehr unangenehm. Da dieser aber unausweichlich ist, lohnt es sich, einmal darüber zu sprechen.


      Denn ähnlich wie bei Geld, Haus oder Auto gibt es auch im Internet so einige Hinterlassenschaften wenn ihr das Zeitliche gesegnet habt. Wer erhält Zugriff auf diesen Datenberg? Wie kann er bereinigt werden? Was ist, wenn ich meine Geheimnisse mit in Grab nehmen möchte? Ich kläre auf!



      Was lasse ich zurück?
      Grundsätzlich gilt: Das Internet vergisst nicht. Hier seht ihr nur eine kleine Auswahl von möglichen Daten, die euch definitiv überleben werden:

      • E-Mail-Accounts
      • Social-Media-Profile
      • Kundenkonten in Online-Shops - ggf. mit offenen Bestellungen oder Abos
      • Daten aus Gesundheits-Apps
      • Digitale Gehaltsabrechnungen
      • Payment-Daten (etwa vom Online-Banking, Paypal oder Kryptowährung)
      • Inhalte in Cloud-Speichern


      Wer bekommt Zugriff?
      Sofern nicht im Testament anders geregelt, gehen eure Inhalte automatisch an eure Erben über. Wollt ihr nicht, dass diese ggf. alles über euch erfahren, solltet ihr unbedingt schriftlich einen digitalen Nachlassverwalter bestimmen und idealerweise auch gleich die Rechte des Nachlassverwalters festlegen.



      Wozu überhaupt aufräumen?
      Bestellungen und Abonnements bleiben auch im Todesfall zunächst einmal bestehen und können weiterhin Kosten verursachen. Hier gilt es, Bestellungen oder laufende Verträge (etwa für Strom, Internet-Provider oder Streaming-Plattformen) ausfindig zu machen und diese zu kündigen bzw. zu stornieren. Bei seriösen Unternehmen, wie etwa congstar, ist eine Kündigung im Todesfall zu sofort möglich.


      Ebenfalls nicht zu unterschätzen ist das Risiko des Missbrauchs von Kundendaten. Heute ist es durchaus üblich, dass ihr komplette Datensätze in euren Accounts angegeben habt, teils auch mit Bankverbindung, Kreditkartendaten etc. Dies kann im Härtefall leider durchaus zu Identitätsdiebstahl oder abgeräumten Konten führen und euren Erben viel Arbeit machen.



      Alles an einem Ort!
      Um euren Erben das Regeln des Nachlasses zu erleichtern, könnt ihr eine Liste mit allen wichtigen Accounts samt Benutzernamen und Passwörtern erstellen. Hierbei ist es extrem wichtig, diese Liste an einem sicheren Ort zu verwahren um Missbrauch zu verhindern. Ideal sind hierfür ein Bankschließfach oder ein Safe. Auch eine Person eures Vertrauens kann für die Aufbewahrung geeignet sein.


      Alternativ kann auch ein Passwort-Manager sinnvoll sein. Mit diesen Programmen lassen sich Account-Listen in einer passwortgeschützten Datenbank hinterlegen. Hier muss nur ein Master-Passwort sicher hinterlegt werden.



      Auch online vorsorgen!
      Smart: Einige Onlinedienste wie Google und Facebook bieten euch schon jetzt die Möglichkeit, einen Nachlasskontakt auf der Plattform selbst einzutragen. Im Falle eures Todes ist dieser berechtigt, sich um eure Accounts zu kümmern.


      Zu guter Letzt solltet ihr euch aber auch gelegentlich Gedanken über euren digitalen Fußabdruck machen. Braucht ihr wirklich alle Accounts und E-Mail-Konten, die derzeit auf euch laufen? Überflüssige Zugänge solltet ihr auf jeden Fall wieder löschen lassen.



      Auch für den Krankheitsfall!
      Nicht nur der Tod, auch Unfälle oder Krankheiten können von jetzt auf gleich alles verändern und ihr könnt schlimmstenfalls handlungsunfähig werden.


      Um für den Fall der Fälle gewappnet zu sein, könnt ihr einer vertrauenswürdigen Person eine Vorsorgevollmacht erteilen. Im Krankheitsfall bekommt diese Person dadurch das Recht eingeräumt, eure gesundheitlichen, rechtlichen und finanziellen Angelegenheiten zu regeln. Gerade für Singles und Menschen, die eher nicht gut mit ihrer Familie auskommen, kann dies eine enorme Erleichterung sein.


      Einige Vollmachtsformulare können auch gleichzeitig für den Todesfall genutzt werden.



      Nach mir die Daten-Sintflut?
      Habt ihr euch schon mit dem Thema digitaler Nachlass befasst? Seid ihr gut vorbereitet? Habt ihr interessante Erfahrungen als Nachlassverwalter gemacht? Ich freue mich immer über spannende Ergänzungen zum Thema!


      LG


      Mark

      10390-congstar-hilfe-team-jpgIch bin hier - um dir zu helfen!
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      Ja. Alles in Keepass. Nur das Masterpasswort müsste ich noch an den Nachlassverwalter geben. Ansonsten habe ich schon bei einigen Accounts aufgeräumt. Zugänge und Daten gelöscht sofern die Möglichkeit besteht zum löschen. In einigen Foren ist es z.B. nicht möglich zu löschen. Auch Anfragen zum löschen der Accounts waren nicht immer erfolgreich. Der Forenadmin verwehrte dies einfach. Mittlerweile sind aber die Foren entweder nicht mehr existent oder wurden übernommen und man konnte daraufhin mit neuer Funktion den Account löschen.
      Guter Beitrag. Man sollte sich wirklich Gedanken machen über seinen digitalen Fingerabdruck.

      Meine Erfahrungen
      Negativ: Selbst wenn man als Erbe oder Nachlassverwalter versucht z.B. Kundenkarten (Konten) zu deaktivieren klappt das teilweise nur bedingt. Ich konnte so zwar das Paybackguthaben auflösen, aber nun wurde meine Mailadresse in die Bestandsdaten übernommen und ich erhalte teilweise auch zwei Jahre nach dem Todesfall noch Mitteilungen wo ich mit dem Namen des Verstorbene angesprochen werde.
      Positiv: Mailkonten die gut 2 Jahre nicht mehr genutzt wurden hat sowohl T-Online als auch Yahoo selbständig aufgelöst.

      Hi!


      Beim Thema Payments könnte es an manchen Stellen kompliziert werden.
      Beim Online-Banking hilft die Bank.
      Im Falle PayPal wird auch hier schnell geholfen.


      Kryptowährung ... :S
      Hier dürfte es für die meisten Erben am schwersten werden, da 95% von "Kryptowährungen" oder "Bitcoin" und "Ethereum" lediglich mal aus den Medien gehört haben und dann keinen Plan haben wie man da Ran kommt. Entweder legt man dem Testament gleich eine 12-Seiten große Anleitung bei, um an das Geld zu kommen, oder man verweist auf einen Experten in guten Glauben dass dieser die Erben nicht bescheißt...


      Was das Thema Kündigung anbelangt, so wäre es noch besser, wenn die fristlose Kündigung zum Todestag greift, auch wenn sich die Erben 1 Monat später melden.


      Grüße.

      Was das Thema Kündigung anbelangt, so wäre es noch besser, wenn die fristlose Kündigung zum Todestag greift, auch wenn sich die Erben 1 Monat später melden.

      Hey Zyrous,


      wir berücksichtigen das natürlich im angemessenen Rahmen bei congstar 8) .


      MFG
      Mario J.

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